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Freitag, 11. Juli 2008
6. und 7. Juli 2008 - Afrikatag

Einen recht ungewöhnlichen Besuch hatte die Grundschule Holzheim am Sonntagabend und Montagvormittag: Ghanas Kulturreferent Kobna Anan brachte den großen und kleinen Zuhörern sein ganz persönliches Afrika nahe. Er nahm sie mit auf seiner Reise in ein afrikanisches Dorf. Mit ihm erlebten sie tanzend, singend, klatschend und spielend, wie ihre Altersgenossen in Afrika leben.

Die Eltern waren am Sonntagabend zu einem afrikanischen Festmahl geladen. Doch bevor sie die von Kobna Anans Frau Mansa zubereiteten Köstlichkeiten genießen konnten, führte sie der Afrikaner durch die bewegte afrikanischer Geschichte , erzählte von den großen alten Hochkulturen, der Sklaverei, der Kolonialherrschaft. Mit Erzählungen, Märchen und modernen Gedichten schilderte er, wie seine Heimat mit der Gegenwart ringt, aber auch, was Afrika der Welt zu bieten hat. Aufgelockert wurde dies immer wieder durch gemeinsames Klatschen, Singen und Tanzen. Höhepunkt war das anschließende Festmahl „Joloff“, ein Gericht aus Reis mit Gemüsesauce, schwarzäugigen Bohnen, Hähnchenfilet und Ananas.

Mit der „Donno“, seiner traditionellen afrikanischen Trommel, zog Kobna Anan am Montagmorgen die Kinder schnell in seinen Bann. Er begrüßte anschließend seine „kleinen Freunde“ in seiner Stammessprache Fanti. Ein lautes “Amii“ der Kinder war die Antwort auf seine Frage „Agoo“? Die Kinder erfuhren dann anhand eines großen Holzmodells, wie groß der afrikanische Kontinent mit seinen 700 Millionen Einwohnern ist. Kobna Anan zeigte seinen Heimatstaat Ghana und erklärte, dass es allein in Ghana 22 Hauptsprachen gibt, in ganz Afrika etwa 800. Er veranschaulichte die großen Wüsten und die Urwaldregionen und wies auf die Vielfalt der Pflanzen und Tiere in Afrika hin. Zur Auflockerung nach so viel Information folgte gleich ein Tanz, bei dem alle mitmachen konnten. Höhepunkt des Vormittags war dann die afrikanische Erzählung „Das Lied der bunten Vögel“, die Kobna Anan gestenreich und mit vielen musikalischen Einlagen vortrug. Einen Teil der Erzählung durften die Kinder dann gleich mit Begeisterung nachspielen.

Tanzend und singend verabschiedeten sich die Kinder am Schluss einzeln mit Händedruck von ihrem afrikanischen Gast.

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